Konstantin Bayer | Bank Spiegelung Video | EIGENHEIM Weimar/Berlin
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BANK
4K Video, 7 min, 2021
Die Videoarbeit stammt aus der Ausstellung “Der Weimarhallenpark – Fragmente zur Geschichte und Gegenwart”
Die Bänke im Weimarhallenpark entsprechen dem Ideal der 1920er Jahre, der Zeit, in welcher der As- bachgrünzug entwickelt und kurz darauf die Weimarhalle erbaut wurde. Die weiße Bank eingebettet im grünen Park bildet dabei einen intensiven Kontrast, ist in ihrer Form einem versachlichten Klassizismus nachempfunden und geht damit eng einher mit der Architektursprache der ehemaligen Weimar- halle im Stile der Neuen Sachlichkeit. Bei der Umgestaltung des Parks im Zuge des Baus der Neuen Weimarhalle (1997-1999) wurde der Park in etwa in den Zustand der 1920er zurückversetzt und infolge auch die Bänke wieder aufgestellt. Das Video der Bank basiert auf ihrer Spiegelung auf der Oberfläche des Weimarhallenteiches.
Der Weimarhallenpark – ein Ort der Erholung, der Inspiration, der Kunst und Kultur – als Landschafts- und Kulturdenkmal Vermittler von Geschichte und Ort lebendiger Gegenwart. Der Künstler Konstantin Bayer ist interessiert am Dialog zwischen Mensch und Natur sowie an historischen und aktuellen gesellschaftlichen Umbruchsituationen. Beide Interessensgebiete finden in der Auseinandersetzung mit diesem Ort einen Katalysator.
Die Galerie EIGENHEIM, deren künstlerischer Leiter Konstantin Bayer ist, wurde 2006 in Weimar gegründet und hat seit 2016 im Gärtnerhaus des Weimarhallenparks ihr neues Zuhause gefunden. Durch den Bau des neuen Bauhaus-Museums, von Architektin Heike Hanada, in direkter Nachbarschaft zu EIGENHEIM Weimar, hat der Weimarhallenpark, der erstmals als herzoglicher Baumgarten im 15 Jhd. urkundlich erwähnt wurde, eine neue Ausrichtung erfahren. An der Historie des Parkes lässt sich die Geschichte der letzten Jahrhunderte, prosperierende ebenso wie erschütternde gesellschaftliche Zustände, sei es die Weimarer Klassik, das „Dritte Reich“ oder die sowjetische Besatzung, nachvollziehen. In den letzten Monaten recherchierte Konstantin Bayer im Stadtarchiv zur Geschichte des Weimarhallenparks, referierte mit verschiedenen Historikern aus dem Stadtmuseum, der Klassik Stiftung, nahm Kontakt zum Stadt- und Landesarchiv, zur Französischen Nationalbibliothek, zum Archäologisches Landesmuseum auf, sprach mit Herrn Bleicher, dem ehemaligen Chef des Grünflächenamtes über seine Erinnerungen an den Park, sammelte Akten, Dokumente, Bilder & Karten – diese Recherche ist Grundlage für die hier gezeigte Arbeiten.
Historische Karten erfahren als Wandteppiche grafische Überarbeitungen und erzählen von den vielen Entwicklungsschritten hin zum aktuellen Bild des Parkes. Heute nicht mehr im Park befindliche Skulpturen erleben durch 3D Drucke in Verbindung mit historischen Abbildungen eine zeitgenössische Wiederauflage, athmosphärische Videoarbeiten zeigen über die Spiegelung der Parkteichoberfläche den Alltag der Parkbesucher sowie den Wandel der Tages- und Jahreszeiten, Auszüge aus Akten des Weimarer Stadtarchivs und eine neuentwickelte Postkartensammlung dokumentieren fragmentarisch 600 Jahre Parkgeschichte und erzählen von Persönlichkeiten wie dem Unternehmer Friedrich Justin Bertuch (1747–1822) oder dem Stadtplaner August Lehrmann (1878–1945). Eine zentrale Arbeit der Ausstellung ist die original Bronze eines lebensgroßen springenden Fohlens von Wolfgang Rommel (1939 – 1995). Diese stand zwischen 1984 und 1995 vor dem Gärtnerhaus und hat sich tief im kollektiven Gedächnis vieler Bürger und Besucher der Stadt Weimar verankert, geriet jedoch nach einem Schaden, in einem Magazin des Denkmalschutzamtes in Vergessenheit und wurde nun von Konstantin Bayer in Form einer skulpturalen Intervention ins Bewusstsein zurückgeholt. Die Ausstellung reiht sich als Hybrid in das künstlerische und kuratorische Gesamtwerk von Konstantin Bayer ein. Es zeigt Bayer als einen genauen Beobachter, neugierigen Zeitgeist & Kommunikator zwischen den unterschiedlichen Disziplinen aus Forschung, Vermittlung und Rezeption.
Konstantin Bayer sensibilisiert mit dieser Ausstellung für die in der Stadtlandschaft eingeschriebene Geschichte, für die Umgebung in der wir leben, für die Schönheit der Natur und für Gärten und Parks als ein Gesamtkunstwerk.
Die Ausstellung wurde 2021 in der Kunsthalle Harry Graf Kessler in Weimar gezeigt und 2022 bei EIGENHEIM Berlin präsentiert.
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Benedikt Braun | Shooting Star
Benedikt Braun | SHOOTING STAR
Den automatischen Gegenstand annehmen – die Hand um den Gegenstand schließen – die richtige Haltung finden – die Richtung festlegen – das Ziel anpeilen – und jetzt zieh den Abzug; Dann der Knall und kurz darauf die Stille. Direkt oder auch nach und nach treten die Konsequenzen immer klarer in Erscheinung.
Benedikt Braun | Eggecution
Benedikt Braun | Eggecution
Installation, 2017, Staubsauger, Pfanne, Ei
Der Staubsauger ist eingeschaltet und saugt das rohe Ei an. Bei einer Stromunterbrechung fällt das Ei auf den Pfannenrand und platzt auf. Die Vertreibung durch die Schlange aus dem Paradies? Das hässliche Entlein und der schöne Schwan; Hausarbeit und Eier kraulen. Diverse Interpretationen lässt diese Arbeit zu.
Benedikt Braun | Nightshot
Benedikt Braun | Nightshot – Jeder Schuss ins Schwarze
Installation 2017
Tontauben, elektrische Abschussmaschine, Alu-Dibondplatte, Rohrkonstruktion
Unter Aufsicht ist den Besuchern gestattet über einen Fußtaster Tontauben abzuschießen. Nach einer kurzen Flugbahn (3m) knallt die Tonscheibe gegen die schwarze Platte. Die Besucher erschrecken sich. Die Platte verformt sich und wird von Teilen der Taube bestäubt. Der Rest landet auf dem Boden. Nach andauerndem Beschuss entstehen zwei Bilder. Auf der schwarzen Platte zeichnen sich Seerosen ab. Der Boden wird mit schwarz-orangefarbenen Trümmern gesprenkelt.
Benedikt Braun | chicks
Benedikt Braun | chicks
Installation | Wandobjekte 2017
Baseballschläger, Gafferband, Champagnerflaschen
Drei Pokale für die siegreichen Chicken-Gamer.
Beim Feiglingsspiel (engl. Chicken Game), Spiel mit dem Untergang, Hazard bzw. Angsthasespiel handelt es sich um ein Problem aus der Spieltheorie. Dieses Spiel ist auch unter dem Namen Brinkmanship in der Literatur bekannt und kann als eine Ausprägung des Falke-Taube-Spiels[1] gesehen werden. Es geht um das Szenario einer Mutprobe: Zwei Sportwagen fahren mit hoher Geschwindigkeit aufeinander zu. Wer ausweicht, beweist damit seine Angst und hat das Spiel verloren. Weicht keiner aus, haben beide Spieler zwar die Mutprobe bestanden, ziehen jedoch daraus keinen persönlichen Nutzen, weil sie durch den Zusammenprall ihr Leben verlieren. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Feiglingsspiel
Benedikt Braun | Glücksfall
Glücksfall
Installation 2018
Förderbänder, Gerüstkonstruktion, Münzen
Galerie Eigenheim
Über vier Förderbänder, die an einer soliden Gerüstkonstruktion befestigt sind, werden 1-Cent-Münzen auf eine Höhe von 4 Meter befördert. Dort, vom letzten der vier Förderbänder fallen sie wieder auf das Erste. Es regnet Geld! Durch die mechanische Belastung werden die Münzen langsam zu Staub zerrieben. Der Finanzstrom reißt ab. Die Welt dreht sich weiter.
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