Erich Franke, Der geometrische Ort eines choreographischen Ablaufs
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Öl auf Hartfaser, 1975
monogrammiert, verso auf Etikett betitelt und datiert, WVZ-Nr.: O-1975-1
130 x 108 cm (gerahmt)
Maler und Bühnenbildner
* 13. August 1911 in Offenbach am Main; † 5. August 2008 in Bielefeld
Erich Franke überrascht in seinem mehr als sieben Jahrzehnte langen Schaffen immer wieder durch die Aneignung unterschiedlicher künstlerischer Techniken. Schon früh entstehen unter dem Einfluss der Kunstströmungen der 1920er und 30er Jahre abstrakte Werke in Gouache oder Collagen aus Papier und Leder. Nach 1945 bezieht der Künstler Alltagsmaterialien in seine Bilder ein, sodass vielschichtige, oft dreidimensionale Werke, z.B. Froissagen oder Paracollagen, entstehen.
Franke studiert ab 1930 an der Kunstgewerbeschule Wiesbaden und beginnt 1934 am Staatstheater der Stadt eine Ausbildung zum Bühnen- und Kostümbildner. 1939 gab es ein Engagement als Bühnenbildner in Heidelberg. Sein Atelier in Wiesbaden wird 1944 bei einem Bombenangriff zerstört, ein großer Teil seines Frühwerks und zahlreiche seiner Bühnenbilder und Kostümentwürfe gehen verloren. Im Jahr darauf wird er zum Kriegsdienst eingezogen. Nach seiner Rückkehr aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft 1946 nimmt er seine künstlerische Tätigkeit wieder auf und knüpft an sein früheres experimentelles Schaffen an. Seine erste Ausstellung wird 1949 in Heidelberg eröffnet, und er arbeitet auch wieder als Bühnenbildner. Da Frankes Leidenschaft der Malerei gilt, studiert er ab 1954 an der Kunstakademie in Karlsruhe Malerei und ist von 1958 an nur noch als freischaffender Künstler tätig. Im selben Jahr zieht er nach Uelzen um. Unter dem Eindruck der Errichtung der Berliner Mauer entstehen Schwarz-Weiß-Arbeiten, die sich mit der Grenzziehung beschäftigen. 1972 reist der Maler nach Zypern, wo er die Teilung der Insel miterlebt und seine Eindrücke in einem Zyklus von Zypern-Bildern verarbeitet. 1981 siedelt der Künstler nach Bielefeld über. Regelmäßige Ausstellungen stellen ab 1949 das Schaffen des Künstlers vor. Die jüngsten Werkschauen finden 2017 im Haus der Stadtgeschichte in Offenbach am Main und 2019 im Kunstraum Bernusstraße in Frankfurt am Main statt.
| Artwork classifications | Einzigartig | Unique |
|---|---|
| Galerie/Gallery | SALONGALERIE “DIE MÖWE” |
| Geschlecht | Gender | Männlich | Male |
| Land/Country | Deutschland/Germany |
| Preisbereich | Price Range | [6] 10.000 € – 20.000 € |
| Stadt/City | Berlin |
Vendor Information
- Store Name: SALONGALERIE »DIE MÖWE«
- Vendor: SALONGALERIE »DIE MÖWE«
-
Address:
Auguststraße 50 b
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